Strong, ein Trainingstagebuch für Android

Auch wenn die momentane Hitzewelle eigentlich eher nach Siesta ruft, bin ich aktuell wieder voll im Gym-Thema drin. Nachdem ich fast die komplette erste Jahreshälfte mit dem #lappenMitÜber40 und einigen anspruchsvollen beruflichen Themen sehr kopflastig unterwegs war, finde ich gerade in der Körperlichkeit des Fitnessstudios einen sehr angenehmen Ausgleich…

Dazu kommt, dass es scheinbar wenig Content über Kraftsport in der Blogosphäre gibt, und fertig ist eigentlich schon die fadenscheinige Ausrede, dass ich einen Beitrag über mein digitales Trainingstagebuch schreiben kann. Tadaaaa!

Ich nutze seit Jahren Strong auf meinen Android-Smartphones. Wenn ich das recht mitbekommen habe, läuft die App mittlerweile unter einem Freemium-Modell mit monatlicher oder jährlicher Abo-Zahlung. Ich war wohl vor Jahren mal so glücklich und konnte mit ein paar Kröten damals noch eine Lifetime-Lizenz ergattern. Das ist vielleicht einer, aber nicht der primäre Grund, warum ich auf Strong schwöre.

Erstmal ist die App schlicht und aufgeräumt - ohne aber an vielen Details zu sparen. Ohne Cloud-Anbindung kann man offline einfach loslegen, sowohl auf dem Dashboard wie auch in der unteren Menüleiste sind prominent die Buttons zum Starten eines neuen Workouts. Während des Trainings kann man aus einem großen Katalog vorbereiteter Übungen auswählen, die oftmals auch kleine Videos und textuelle Erklärungen zur Ausführung bereithalten. Zu den Übungen kann man jeweils Gewicht (falls notwendig) und Wiederholungen angeben und einen Satz als Warmup, Drop-Set oder „Bis zum Muskelversagen“ markieren. Leider gibt es keine Back-Off-Sätze, aber damit kann ich gut leben. Cardio-Übungen bekommen etwas andere Metriken wie Zeit oder Distanz, je nach Übung. Sollte eine Übung nicht in der Datenbank sein, kann man auch selber eigene Übungen erstellen und direkt in das aktuelle Workout aufnehmen.

Daneben gibt es viele kleine Helfer für das Training:

  • Konfigurierbare Pausenzeit-Timern, die auch automatisch nach Beendigung eines Satzes starten
  • Berechnungshilfe für Warm-Up-Sätze
  • Berechnungshilfe für Stange und Gewichtscheiben
  • Verknüpfung von Übungen zu Supersätzen
  • Notizen zu den jeweiligen Übungen
  • Timer für die Gesamtdauer des Workouts

Aus bereits absolvierten Trainingseinheiten lassen sich Vorlagen erstellen, die man wiederverwerten kann. Oder man kann einfach ein vergangenes Training erneut ausführen. Über den Trainingsverlauf kann man sich während des Trainings die Entwicklung von Gewicht und Wiederholungen zu den einzelnen Übungen anzeigen lassen und nette Auswertungen als Graphen auf sein Dashboard packen. Bei Bedarf gibt es auch die Möglichkeit, eigene Körpermetriken wie Gewicht oder Muskelumfänge zu erfassen, sofern einen das überhaupt interessiert.

Das ganze ist schön einfach, geradlinig, offline und ohne AI-Unterstützung. Es lenkt nicht vom Training ab und lässt sich sehr einfach und intuitiv dabei bedienen. Stumpf ist Trumpf. Und mein persönliches kleines Highlight ist ja, dass man ein absolviertes Training einfach als Text-Zusammenfassung teilen kann. Damit kann ich quasi direkt in mein Obsidian Vault oder Hugo reinkopieren und habe mein Trainingstagebuch auch außerhalb der Anwendung zur Verfügung und archiviert.