Supplemente

Ja, ich gebe es offen zu: In meiner Zeit im Kraftsport habe ich auch schon so manches Supplement genommen. Man muss ja ehrlich sein: Das Marketing der Fitness-Industrie ist schon ziemlich gut, man erhofft sich irgendwelche Abkürzungen und der ein oder andere Influencer verkauft (seine eigenen) Produkte geschickt. Dabei bedenken eigentlich die wenigsten, dass sich eine ausgeklügelte Supplementation eigentlich nur für Profis lohnt. Für den durchschnittlichen Hobbysportler sind die meisten Mittelchen schlicht rausgeschmissenes Geld. Und an dieser Stelle sei auch nochmal erwähnt: Für die meisten Leute reicht ein ziemlich langweiliger, einfacher Trainingsplan, da muss nicht jede Faser des Körpers Wettkampf-tauglich optimiert werden - es interessiert eh niemanden, oftmals nicht mal einen selber…

Aber nun zu meinen Supplementen!

Protein - meine On-Off-Beziehung. Eigentlich muss man Protein nur supplementieren, wenn man durch seine ausgewogene Ernährung nicht an die gewünschte Menge Eiweiß kommt. Früher habe ich deutlich mehr Geld für Proteinpulver ausgegeben. Heute bin ich etwas pragmatischer und supplementiere eigentlich auch nur, weil wir uns eher Fleisch-arm ernähren. Am besten ist sicherlich eine Portion Quark oder Skyr als Snack, aber es darf schon mal ein Shake sein. Und da benötigt man nicht das fancy Designer Whey vom Markenhersteller! Die DM-Eigenmarke liefert ordentlich Proteine und hat ein gutes Preis-Leistungsverhältnis, wo sich selbst der Discounter MyProtein was abgucken kann. Bang for a Buck!

Kreatin - das wohl bestuntersuchteste Supplement überhaupt! Auch hier: Futtert man viel Fleisch, benötigt man kein zusätzliches Kreatin. Dafür ist es wirkungsvoll, nicht nur für sportliche Belange, sondern mittlerweile deuten diverse Studien auch weitere Benefits an. Dazu ist Kreatin auch billig - obschon sich das vielleicht auch bald ändern könnte, entwickelt sich um dieses Supplement auch langsam ein gewisser Hype.

Das war es dann auch schon. Alles andere ist für meine Belange unnötig.

Und zu dem aktuellen High Protein-Hype kann ich auch nur sagen, dass es im Endeffekt Schlangenöl und rausgeschmissenes Geld ist. Meist ist der prozentual gesteigerte Proteinanteil im Vergleich zum regulären Produkt nicht nennenswert und der Aufpreis hingegen signifikant. Außerdem verstoffwechselt der Körper eh überschüssiges Protein, was ein Viel-hilft-Viel ad absurdum führt. Dann lieber oldschool mit Quark aufstocken und gut ist.

Bei isotonischen Sportgetränken bin ich bei Markus Rühl: Apfelschorle! Obschon ich eigentlich nur Leitungswasser trinke… Aber auch hier sind die meisten kommerziellen Produkte für die zwei Stunden Sport in der Woche Kokolores.